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NVIDIA Quadro 2000 die bessere Lösung -Der 4 Wochen Test

Hallo Zusammen,
bei den aktuellen Witterungsverhältnissen wünscht sich letztlich jeder einen Quattro-Antrieb, aber mir geht es in diesem Artikel weder um Witterungsverhältnisse noch um eine Automobil-Nobelmarke. Es geht um die Quadro Grafikkarten von NVIDIA, denn auch bei CAD ist ein gutes Handling von Vorteil, nur dass sich das Handling hier nicht auf eine gute Traktion bezieht, sondern es um die Hardwarearchitektur und damit verbundene Unterstützung für die verschiedenen CAD Softwareprodukte geht. –Damit das Konstruieren und Visualisieren am Rechner gewährleistet wird. Wie sie vielleicht wissen, hat vor kurzem NVIDIA zwei neue Grafikkarten für den CAD Markt vorgestellt.

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Versuchsaufbau und Hardwareinstallation
Ich hatte die Möglichkeit, in den vergangenen 4 Wochen, die neu vorgestellte Quadro 2000 zu testen. Ich stehe Tests eigentlich immer etwas zurückhaltend gegenüber, weil man meistens nur wenige Tage hat, um sich ein Bild zu machen und irgendwie auf der grünen Wiese seine Testumgebung hat. Aus diesem Grunde lief dieser Test über die erwähnten 4 Wochen und ich habe nicht mit einem nagelneuen Rechner gearbeitet, sondern eine drei Jahre alte CAD Workstation genutzt, auf dem ein kreatives Installationschaos zu finden ist, also richtig aus dem Leben, nichts aus der Konserve.

Wie Sie sich vorstellen können, war der Wechsel der Grafikkarte nicht wirklich ein großes Problem. -Rechner auf, -Schraube von der Grafikkartensicherung entfernen, -Grafikkarte entnehmen, -neue Karte in den PCI-Express-2.0 Slot einstecken und schon ging’s los. An diesem Punkt fand ich schon sehr gut, dass die Quadro 2000 keine zusätzliche Stromzufuhr benötigt, sowie die Karte, die ich vorher genutzt habe (lassen Sie uns darüber schweigen dass sie nicht für den Inventor zertifiziert war und auch darüber, dass ich immer mal wieder Abstürze hatte, die ich nicht erklären konnte).

Nachdem die Hardware installiert war, habe ich den Rechner voller Erwartung auf das, was passieren wird, gestartet. -Windows 7 Professional hat hierbei die Grafikkarten einwandfrei erkannt und die mitgelieferten Treiber ließen sich ohne Probleme installieren. Übrigens, vergessen Sie nicht, wenn Sie eine Quadro Karte nutzen, zusätzlich zum Windows Treiber den Nvidia-Performancetreiber zu installieren, denn hierdurch nutzen sie erst wirklich die komplette Leistung der Grafikkarte, die Performancetreiber für Auto CAD und für 3D-Studio Max können Sie direkt von der NVIDIA -Webseite herunterladen.

Quadro Treiber bei NVIDIA herunterladen

Zertifizierte Treiber sind wichtig
Hier finden Sie übrigens auch die aktuellen, partnerzertifizierten Treiber. Das bedeutet z.B.: Autodesk überprüft von Zeit zu Zeit eine bestimmte Treiberversion und gibt diese als zertifizierten Treiber für Inventor, AutoCAD, Max und Maya bekannt. Denn wie schon an anderer Stelle erwähnt, haben sie ohne zertifizierten Treiber immer mal wieder das Problem, dass einfach ausgedrückt, sich Hardware und Software nicht optimal verstehen. Diese Situation kann entstehen, wenn Sie Servicepack für Inventor installieren und dieses nicht kompatibel zu ihrem Grafikkartentreiber ist. Schnell baut man sich so selbst eine Stolperfalle und wundert sich hinterher, dass das Update nicht so gut war wie erwartet. -Also achten sie darauf, dass Sie möglichst zertifizierte Treiber nutzen. Nachdem die Performance Treiber und die WHQL Treiber für Windows 7 installiert waren, konnte es losgehen.

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Sie werden sich fragen wo ich angefangen habe, die Karte zu testen. Letztlich so wie jeder andere CAD-Anwender es auch machen würde, der mit AutoCAD oder Inventor arbeitet, habe ich ein paar Modelle aufgerufen um einen Eindruck von Zoom und Paneigenschaften zu bekommen. Bei kleineren Modellen war der rein subjektive Eindruck nicht besonders unterschiedlich zu dem was ich bis dato gewöhnt war, aber sobald die Modelle größer oder detaillierter wurden, merkte man den echten Unterschied, den der neue NVIDIA Scalable Geometry Engine der Quadro 2000 bringt. In allen Situationen blieb hierbei die Geometrie im schattierten Modus im Vergleich zur alten Grafikkarte, hier wurde immer interpoliert oder komplett die Schattierung deaktiviert. Dieses ist aber auch eigentlich kein Wunder, wenn man auf die technischen Daten der Quadro 2000 Karte schaut, z.B. 192 CUDA- Prozessorkerne.

Technische Informationen und Leistungsdaten 

Natürlich gibt es bei den Quadro-Karten noch andere Alternativen, aber die Quadro 2000 ist für den Einsatz in 3D CAD Systemen gedacht und genau hier kann ich als Anwender von einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis sprechen. Ich bin kein Händler, -nur Anwender, aber laut der Pressemitteilung liegt der Preis wie folgt:

„Der von PNY Technologies empfohlene Verkaufspreis liegt bei der Quadro 2000 bei 429 Euro und bei der Quadro 600 bei 159 Euro (jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer).“

Übrigens, nur so am Rande:
„Empfohlener Verkaufspreis –Das heißt, da geht noch was!!“
-Fragen Sie Ihren Händler nach Details
 

Fazit
Wie schon einleitend erwähnt, in den vergangenen vier Wochen habe ich die Karte mit Inventor und AutoCAD genutzt (nicht nur mal eben Zoom und Pan) und hatte in der gesamten Zeit keine Probleme, weder bei Modellierung, bei Analysen eines Prototypens oder der Erstellung von Zeichnungen. In vielen Situationen gewann die Karte durch den subjektiven Eindruck. Selbst beim Betatest des kommenden Inventors lief alles ohne Probleme.

Eines möchte ich noch ergänzen, sollten sich Ihre Arbeitsaufgaben zu 80% im 2D Bereich bewegen, bietet Ihnen die Quadro 600 eine ausreichende Leistung, zu einem Preis einer GeForce-Karte (Naja, lassen Sie mich noch erwähnen ,auch hier nicht nur günstige Karten, ein „echter“ Gamer ist auch nicht mit einfachen Varianten zufrieden). Aber zurück zu meinen Tests, abschließen kann ich sagen, mit Quadro 600 und 2000 ist man, glaube ich, für die täglichen Konstruktionsaufgaben im Maschinenbau, in der Elektrotechnik und im Anlagenbau gut ausgerüstet.

„EVERYTHING SHOULD BE MADE AS SIMPLE AS POSSIBLE, BUT NOT SIMPLER.“

-Albert Einstein