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Product Design Suite: Fusion 360 ist jetzt dabei!

Hallo Zusammen,
letzte Woche ging es wieder rund in Las Vegas, die Autodesk University zog auch dieses Jahre wieder tausende von Anwendern in die Hauptstadt des Glückspiels und der mega Messeveranstaltungen. Wie jedes Jahr nutzte Autodesk auch in diesem Jahr die Veranstaltung, um Veränderungen und neue Lösungen im Portfolio  vorzustellen. So wurde auch verkündet das Fusion 360 nun in die Premium und Ultimate Versionen der Product Design Suite integriert wird für Subscriptionskunden.

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(Photographer: Shaun Hurley)

Fusion 360? -Was ist das?

Fusion kennen Sie ja wahrscheinlich noch? – Bis zur Version 2013 war Inventor Fusion ein Bestandteil der Suite installation.

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Mit erscheinen der ersten Fusion 360 Version vor knapp 2 Jahren wurde diese Variante nicht mehr automatisch ausgeliefert. Nun ist aus der rein  lokalen Variante von Fusion eine Cloud basierte Anwendung geworden, die mit einer Client installation auf Ihrer Workstation in der Cloud arbeitet. Das heißt die 3D Modelle die Sie mit Fusion360 bearbeiten müssen auf Ihrem A360 Laufwerk liegen.

Die Kernkompetenz  des früheren Inventor Fusion lag im Import und der Bearbeitung von Fremddaten. Viele dieser Funktionen wurden  in ähnlicher Form in Inventor integriert . Doch verschiedene Bearbeitungsfunktionen sind in Fusion flexibler umgesetzt worden, im vergleich zu Inventor. Denn es gibt neben der üblichen Gliederung Teile, Baugruppen, Zeichnung noch verschiedene Bearbeitungsmodi in der Arbeits-Umgebung.

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So gibt es hier in der Ultimate Variante:

  • „Model“ die  Volumenmodell- / Freiformflächenerstellung und bearbeitung
  • „Patch“ erstellen, heften oder optimieren von Flächen
  • „Render“ Realtime Visualisierung für Fusion Modelle
  • „Animation“ Animations / Bewegungsimulation ohne physikalische Eigenschaften zu berücksichtigen.
  • „CAM“ CNC-Produktions Planung für die Prototypen oder DesignStudien

Jetzt fragen Sie sich wahrscheinlich:

“ Wozu das ganze? -Soll Inventor durch Fusion ersetzt werden?“

Nein, das nicht, Fusion ist mehr für die Bearbeitung und Entwicklung von Prototypen und Designstudien gedacht und nicht für große, komplexe Maschinen oder Anlagen. Man kann Fusion für die Entwicklung von „Consumer goods“ -Konsumgüter sehen. Zum Beispiel sind die Möglichkeiten  die Bearbeitung von Freiformflächenkörpern variantenreicher als in Inventor 2015.

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Ein praktischer Arbeitsablauf könnte so aussehen:

Sie planen ein besonders ergonomisches Bedienelement für eine Robotersteuernung wie z.B. das  KUKA Smartpad und entwickeln die Form mit Flächen und Volumen in Fusion 360. Visualisieren das Bedienteil auf einfache Weise in Fusion und fertigen einen ersten Prototyp aus Alluminium oder Kunststoff und dann, nach Abschluss der Entwicklung,  speichern Sie das Modell als Inventor-Bauteil ab und erstellen dann die Spritzgussform mit der Tooling-Erweiterung von Inventor.

Der Vorteil liegt auf der Hand, solange Sie sich kreative betätigen, brauchen Sie das zu verwendende Werkzeug nicht wechseln. Auch der Lernaufwand reduziert sich. Sie müssen nicht Fachmann für 3 Unterschiedliche Produkte wie Alias, Inventor und Showcase  sein sondern nutzen aus allen Bereichen die benötigten Tools und profitieren von Ihrem Fachwissen über Inventor.

Fazit

Sie sehen ich bin begeistert, aber zwei Dinge darf man nicht vergessen, Fusion hat einen sehr dynamischen Entwicklungsprozess und wird regelmäßig aktualisiert. Man muss immer mit der Überraschung rechnen, das der Funktionsumpfang von einem zum anderen Tage  erweitert wird und man ein Update einspielen muss, mit dem man nicht gerechnet hat. Gut, das ist eigentlich nicht schlimm, aber es kann mal zu einem ungünstigen Zeitpunkt passieren. Das zweite ist die Cloud, in vielen großen Unternehmen in Europa wird man zwar den optimierten  Entwicklungsprozess begrüßen, aber solange die Cloud hier die Arbeitsumgebung ist , werden die CAD Manager und Produktdesigner auf den Einsatz verzichten. Die Nutzung wird eher in den kleinst Unternehmen wie Designbüros zu finden sein.

Wir werden sehen, jetzt ist es erstmal drin in den Produktdesign Suiten. Machen Sie was draus und schreiben mir Ihre Erfahrungen. Ich  bin gespannt, ob Sie meine Ansicht teilen.

 

Gruß,

H. Brettschneider

 

 

„EVERYTHING SHOULD BE MADE AS SIMPLE AS POSSIBLE, BUT NOT SIMPLER.“

-Albert Einstein

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